Der Abschied war mal wieder (wie ihr euch sicherlich denken könnt) sehr schwer. Von meinen Freunden habe ich mich so langsam über die letzten Tage verteilt verabschiedet und am Mittwoch dann von meiner Mama *schnief*.
Ich hatte es ja schon mal bei facebook geschrieben... Irgendwie dachte ich immer, dass das Abschiednehmen über die Jahre hingweg einfacher wird. Aber Pustekuchen. Genau das Gegenteil trifft ein. Es wird jedes Mal schwerer Tschüß zu sagen. Und ich weiß auch woran es liegt, aber darüber will ich lieber gar nicht weiter nachdenken.
Und weil ja ein Flug ohne Hindernisse langweilig ist, hier noch schnell ein Bericht über den Rückflug. Ganz so spektakulär wie der Hinflug war er nicht, aber dem bin ich auch ganz dankbar.
Erst einmal hat natürlich nicht alles in den Koffer gepasst. Somit mussten wir noch ein Paket schicken und wer weiß wann das hier ankommt. Sagen wir mal so... ich hoffe der Sommer hält hier noch ein wenig an, ansonsten kann ich mir neue Jeans kaufen ;-) Die wiegen nämlich am meisten und durften somit ins Paket.
Mittwoch morgen pünktlich 9 Uhr ging es Richtung Berlin Tegel (der Flieger ging 11.40 Uhr und man soll ja bei Transatlantikflügen immer 2 Stunden vor Start dasein). 9.30 Uhr angekommen und wir dachten schon, dass wir ja noch vor der Zeit da waren und die Schlange ja eigentlich noch relativ kurz sein müsste. Falsch gedacht... mords-mega Schlange beim Einchecken.
Na gut, hilft ja nüscht, also angestellt. 1 Stunde später dann ENDLICH am Schalter angekommen und die Frau rumorte und suchte und fragt mich dann doch echt, ob ich meine Reservierung gelöscht hätte, ich seie nämlich nicht im System und hätte somit auch keinen Sitzplatz.
Ja klar denk ich mir... ich buche mir nen Ticket, fliege nach Deutschland, lösche es dann irgendwann und tanze dann am Flughafen an. Wieso sollte ich das machen hab ich sie gefragt, macht ja gar keinen Sinn. Wenn ich den Flug in die USA nicht antreten wollen würde, würde ich mich ja wohl kaum auf den Flughafen begeben und mich ne Stunde beim Check-in hinstellen.
Dann fing sie leicht an Panik zu schieben, was dann natürlich auf mich übersprang bis ich mir dann aber irgendwann dachte, dass es eigentlich auch egal ist. Hätt ich halt noch 'nen Tag länger in Berlin verbracht. Auch nicht schlecht. Früher oder später wären wir schon irgendwie aus dem Land gekommen.
Dann hat sie mich also endlich im System gefunden (ne halbe Stunde später) und nun fing fast schon das boarding an und der Kinderwagen musste noch zum Spergepäck gebracht werden. Sie hat dann meine Mama gebeten, dass zu übernehmen, weil sie nicht wusste, ob ich es noch schaffen würde, wenn ich es selber dort hinbringen würde.
Also ging meine Mama dann und so stand ich da und das boarding fing schon an und durch die Security musste ich ja auch noch und von meiner Mama weit und breit keine Spur und ich hatte mich noch nicht mal verabschiedet. DA stieg dann wirklich Panik in mir auf. Ohne mich von meiner Mama zu verabschieden und loszufliegen, das hätte mir mehr als nur das Herz zerbrochen.
Sie kam dann zum Glück noch rechtzeitig (mit meiner Kamera in der Hand, die hat ich nämlich im Kinderwagen liegen lassen *ooooops*) und dann ging es ans Verabschieden. Ich kann nur sagen, dass es im Nachhinein gut war, dass ich gleich weitermusste, somit war es zwar schmerzvoll, aber relativ kurz.
Trotz meiner zuerst nicht vorhandenen Reservierung habe ich dann doch noch den Babyplatz (Sitzplatz, wo man ne Babywiege einhängen kann, damit ich die Maus mal ablegen kann) bekommen. Die Frau neben mir hat zwar ordentlich gemeckert, aber wat soll's.
Kaum saß ich seh ich neben mir auch schon wieder bekannte Gesichter. Nein, nicht die netten Männer vom Hinflug, sondern ein älteres Pärchen mit ihren 2 Enkeltöchtern, die auf dem Hinflug auch schon links neben mir saßen. Die beiden Mädels haben dann den ganzen Flug (wenn Anabel nicht geschlafen hatte) mit ihr peek-a-boo gespielt. War total süß.
Anabel hat recht viel geschlafen, nur zum Schluß hin wurde sie ungemütlich, weil es dann fast 20 Uhr war und Schlafenszeit, draußen aber hellichter Tag war. Da hat sie dann ordentlich geschrien und ich bin hoch und runter im Flugzeug gewatschelt, bis sie endlich im Tragetuch eingeschlafen war.
Nach der Landung mussten wir durch die Passkontrolle (dank meiner Green-Card brauch ich mich nicht bei den Besuchern anstellen, die Schlange war nämlich echt nicht lustig), Koffer und Kinderwagen abholen (das war vielleicht eine Puckelei) und dann noch mal durch den Zoll (der Mann war vielleicht was von unhöflich, der hat seinen Job echt geliebt, das hat man dem sowas von angesehen ;-)).
Danach wieder Koffer abgeben. Kinderwagen hab ich einfach behalten, weil ich ohne den echt umgekommen wäre. Und dann nach dem Gate gesucht. Und was ich gesucht habe. Wie 'ne Blöde. Musste mit der Bahn fahren und war mir noch nicht mal sicher, wo ich überhaupt hinmusste, weil mein Flug nirgends dranstand. Ich hab dann aus lauter Verzweiflung Joe zu Hause angerufen, er solle doch mal bitte im Internet gucken, wo ich hinmuss. Hat er dann zum Glück auch gefunden (ein Hoch auf das Internet) und somit bin ich dann völlig abgehetzt noch rechtzeitig (das boarding hatte schon wieder mal angefangen) angekommen. Und das mit 2.45 Stunden Aufenthalt. Zum Glück hat ich soviel Zeit zwischen den Flügen. Und ich hab vorher echt gedacht, dass ich mich ja ganz schön langweilen werde bei diesem langen Aufenthalt... hahahahahahaha.
Anabel nun schon völlig übermüdet, es war ja auch schon 23 Uhr deutscher Zeit und dann durften wir auch noch knapp eine ganze Stunde im Flugzeug auf dem Rollfeld sitzen, weil nur eine Start- und Landebahn offen war und somit mega Stau war. Anabel mal wieder ordentlich am Schreien und die Stewardessen haben sie mir dann ein paar mal abgenommen, weil die ja noch rumlaufen durften, die Passagiere aber nicht. Der Typ neben mir tat mir schon leid und der atmete auch öfter mal laut aus, aber ich hab sie wirklich nicht beruhigt bekommen. Und der Knaller war ja, als er mir dann nach Landung sagte, dass das Baby das ja alles richtig toll mitgemacht hat und sie ja kaum zu hören war... hahahahahahaha.
Nach knapp einer Stunde flogen wir dann los und noch beim Starten ist sie mir wieder eingschlafen. Das ist total komisch. Das war bei allen 4 Flügen so, dass sie in Ruhestand im Flugzeug total gebrüllt hat und sobald sich der Flieger in Bewegung setzte ist sie eingeschlafen. Und sie hat dann den gesamten Flug geschlafen, es hätte also auch viel schlimmer kommen können.
Und dann sind wir ENDLICH in Cincinnati 20 Uhr amerikanische Zeit (02.00 Uhr deutsche Zeit) angekommen. Noch schnell den Koffer geholt und Laney, Olivia und Joe standen auch schon draussen am Auto. Raus und erst mal in die Arme gelaufen. Das war sooooooooooo schön!!! Die Mädels haben sich total gefreut und konnten es glaub irgendwie gar nicht fassen, dass Mama wieder da war. Die haben auf der ganzen Heimfahrt ihr Grinsen gar nicht wegbekommen. Total schön.
Zu Hause angekommen war ich dann aber erst mal wieder abgeschrieben, der Papa musste alle ins Bett bringen. Irgendwie wollten sie nicht, dass ich es mache. Wahrscheinlich weil sie es erst mal nicht gewohnt waren, weil der Papa es ja die letzten 3 Wochen gemacht hatte.
Anabel wollt sich von Joe auch nicht hinlegen lasssen und hat total geweint, bis ich wieder da war, da ist sie sofort eingepennt. Also scheint auch bei ihr so gewesen zu sein, dass sie es halt erst mal nicht mehr anders kannte.
Den Jetlag haben wir nach 3-4 Tagen auch super überstanden und eigentlich ist alles wieder wie beim Alten.
Und jetzt, warum ich nur "fast" angekommen bin.
Ich brauche immer etwas länger, hier wieder richtig in den USA anzukommen. Ging mir beim ersten Mal, beim zweiten Mal, etc. immer so und halt auch dieses Mal. Berlin ist nicht mehr mein richtiges Zuhause, aber wenn ich dann etwas länger von hier weg bin, dann ist es auch erst mal wieder schwer es hier als Zuhause anzusehen. Ich hänge mal wieder noch irgendwo über Grönland oder so ;-)
Letztes Jahr hatte ich länger damit zu kämpfen (glaub 1 Monat oder so) als die Jahre davor (da waren es so 2 Wochen) und ich bin sehr gespannt, wie es dieses Mal wird.
Ich glaub auch einfach der Gedanke, dass wir jetzt erst mal für ein paar Jahre nicht mehr nach Berlin kommen können verschwert die ganze Situtation ungemein.
So... und das war's.
In den nächsten Tagen werd ich mal ein Post machen, was wir alles so schönes gemacht haben in Berlin und mit wem wir uns alles getroffen haben.




















